Über 25 Milliarden Euro. So viel geben europäische Bahnbetreiber jedes Jahr für die Instandhaltung ihrer Infrastruktur aus. Die Kosten steigen seit Jahren. Die Zufriedenheit der Fahrgäste nicht. Nur 59 Prozent sind mit der Pünktlichkeit zufrieden, jede zehnte Fahrt ist verspätet.
Eine Pilotstudie von McKinsey & Company liefert eine unbequeme Antwort darauf, warum das so ist. Und eine überraschend konkrete Zahl für das, was sich ändern lässt.
Das eigentliche Problem liegt nicht im Budget
Das eigentliche Problem liegt nicht im Budget
Mehr Geld für Instandhaltung ist nicht die Lösung. Das zeigt die Studie deutlich. Das eigentliche Problem liegt in der Verteilung.
McKinsey hat europäische Streckenabschnitte verglichen und einen Unterschied gefunden, der aufhorchen lässt. Für vergleichbare Abschnitte geben manche Betreiber bis zu fünfmal mehr pro Gleismeter aus als andere. Unabhängig davon, wie kritisch der Abschnitt tatsächlich für das Netz ist.
Wie sich die Theorie im echten Netz bewährt
Wie sich die Theorie im echten Netz bewährt
McKinsey hat den analytikbasierten Ansatz nicht nur theoretisch durchgerechnet, sondern mit einem führenden europäischen Infrastrukturbetreiber auf vier Pilotstrecken getestet.
Das Ergebnis: bis zu 30 Prozent weniger Instandhaltungskosten, ohne dass die Netzstabilität darunter leidet. Oder, andersherum gedacht: deutlich mehr Stabilität, ohne einen einzigen zusätzlichen Euro Budget. Wie genau das funktioniert, welche drei Hebel dabei entscheidend sind und wo die größten Stellschrauben liegen, zeigt die Studie im Detail.
Vier Jahre später: Auch die KI-Welle kommt kaum an
Vier Jahre später: Auch die KI-Welle kommt kaum an
2024 hat McKinsey nachgefasst, dieses Mal mit Fokus auf künstliche Intelligenz. Das Ergebnis: Rund 75 Prozent der Bahnunternehmen haben bis heute keinen einzigen KI-Anwendungsfall in den produktiven Betrieb skaliert. Die kulturelle und technologische Transformation bleibt bei den meisten Betreibern unvollständig.
Nur eine Minderheit hat den Sprung geschafft. Laut McKinsey nutzt rund ein Viertel der führenden Betreiber mehrere Anwendungsfälle bereits produktiv, gebündelt in dedizierten Teams aus Engineering- und Analytics-Kompetenz. Das ist der Unterschied zwischen einem Pilotprojekt und einer echten Transformation.
Für ein Bahnunternehmen mit 5 Milliarden Euro Jahresumsatz beziffert McKinsey den realisierbaren Wert aus Daten und Analytik auf rund 700 Millionen Euro pro Jahr. Die Frage ist nach dieser Studie nicht mehr, ob sich datengestützte Instandhaltung lohnt, sondern wie schnell sich der erste Schritt umsetzen lässt.
Alle Details dazu im Whitepaper
Alle Details dazu im Whitepaper
Wir haben die komplette McKinsey-Analyse für Sie zusammengefasst. Inklusive der fünf strukturellen Fehler in der Instandhaltungsplanung, der drei Hebel für mehr Effizienz und einer praxisnahen Roadmap in vier Schritten.
Das Whitepaper "Datengestützte Instandhaltung der Bahninfrastruktur" zeigt Ihnen, wo die größten Einsparpotenziale in Ihrem Netz liegen und wie andere Betreiber diesen Weg bereits gegangen sind.